Am sonnigen Morgen des 3. August wurden von der Erfurter Initiative Stolpersteine weitere sechs Stolpersteine mit einem ehrenden Gedenken verlegt. In der Alfred-Hess-Str. 24 und Gustav-Adolf-Str. 2 wurden an die jüdischen Erfurter Familien Louis, Lotte, Eva und Hanna Herzberg, sowie Siegfried und Dr. Hedwig Pinthus erinnert.
Es war ein gutes Leben in Erfurt, so erinnerten sich die aus den USA angereisten Familien. Die Familie war Mitgesellschafter des Kaufhauses Römischer Kaiser (heute Anger 1) und die Kinder besuchten die Schule des Ursulinen-Klosters. Doch die Herrschaft des Pöbels in der Nazi-Zeit beendete das Glück. Verfolgung, Verhaftung und Internierung und Deportation in die Konzentrationslager mussten sie erleiden. In den USA fanden die überlebenden Töchter eine neue Heimat.
In bewegenden Worten erinnerte die Familie an Ihre Angehörigen und bedankte sich bei den InitiatorInnen der Stolpersteininitiative und v.a. an die Arbeit der Autorin Andrea Wittkampf, die die Lebensgeschichte Hannah Herzbergs anhand ihrer Aufzeichnungen nachzeichnet. Auch die Buttons der Omas und Opas gegen Rechts waren ein gerne angenommenes Geschenk. Denn die Erinnerung an die Familien Pinthus und Herzberg mahnt uns auch heute noch vor Rassismus und Gewaltherrschaft.






