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Neuwahl des Vorstands und Bilanz

    Der Verein Omas gegen Rechts Erfurt e. V. hat auf seiner turnusmäßigen Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand für die Amtszeit von zwei Jahren gewählt.

    Wiedergewählt wurden die beiden gleichberechtigten Sprecher*innen des Vorstands, Edeltraud Kotzanek und Bernhard Wanner. Zu weiteren Mitgliedern des geschäftsführenden Vorstands wurden Andrea Winkelmann, Ingrid Bauhaus und Karen Strewe gewählt. Dem erweiterten Vorstand gehören Berit Fischer, Gisela Ebert-Neuwald und Martina Henning an.

    Als einer der beiden gleichberichtigten Sprecher*innen des Vorstands trug Bernhard Wanner den Rechenschaftsbericht des Vorstands vor. Er stellte ein Bekenntnis zum Antifaschismus als gewaltfreier Einsatz für Menschenwürde, Meinungsfreiheit, Toleranz und gesellschaftliche Vielfalt als Grundwert des Vereins an den Anfang. Ziel aller Omas sei, trotz unterschiedlichster Herkunft und Lebensgeschichte, politischer Orientierung und Alters die Verteidigung einer wehrhaften Demokratie.

    Als besondere Höhepunkte der zurückliegenden beiden Jahre hob er die Verlegung von Stolpersteinen am jüdischen Friedhof, eine Veranstaltung zu den vergessenen Frauen von Buchenwald sowie die Podiumsdiskussion zum Neutralitätsgebot in Bad Langensalza hervor. Im Oktober habe der Vorstand außerdem an alle demokratischen Parteien appelliert, dem AfD-Antrag zum Verbot der Antifa im Thüringer Landtag nicht zuzustimmen – mit Erfolg.

    Regional habe sich der Verein mit Oma-Gruppen aus anderen thüringischen Städten sowie mit dem Auf-die-Plätze-Bündnis und der Initiative Weltoffenes Thüringen vernetzt. Antifaschistische Proteste gegen Neonazi-Treffen und AfD-Versammlungen seien auch in Weimar, Arnstadt und Saalfeld unterstützt worden.

    Die vereinsinternen Arbeitsgruppen arbeiteten selbständig und berichteten dem Vorstand regelmäßig: Die Gruppe Erinnerungskultur habe Führungen am Denkort Bücherverbrennung im EGA-Park etabliert, die Bildungsgruppe Konzepte für Schulen und Jugendliche entwickelt, die Kommunikationsgruppe die Vereinswebseite neugestaltet. Die Straßenomas hätten zahlreiche Infostände und Mahnwachen organisiert, die Newcomer-Gruppe sechs Einführungstreffen durchgeführt und viele neue Mitglieder gewonnen.

    Mit Blick auf die Zukunft meinte Bernhard Wanner abschließend: „Wir werden weiter Herausforderungen begegnen: der AfD- Parteitag, die Verteidigung einer wehrhafte Demokratie oder auch die Frage nach der Gemeinnützigkeit für den Verein. Die Welt wird nicht einfacher, aber wir werden die Herausforderungen anpacken.“

    Dem neu gewählten Vorstand gehören Ingrid Bauhaus, Andrea Winkelmann, Edeltraud Kotzanek, Karen Strewe, Martina Henning (vorne), Berit Fischer, Bernhard Wanner und Gisela Ebert-Neuwald (hinten) an. Foto: Scharfstädt