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Erfurter und Bremerhavener Omas gegen Rechts vertiefen ihre Freundschaft

    Die Omas gegen Rechts Erfurt e. V. und die Omas gegen Rechts Bremerhaven sind seit Jahren eng befreundet. Kennengelernt haben sie sich 2024 auf dem ersten Bundeskongress der „Omas gegen Rechts“ in Erfurt. Im vergangenen Jahr reiste eine Erfurter Gruppe nach Bremerhaven, jetzt kam der Gegenbesuch: Sechs Bremerhavener Omas drei abwechslungsreiche Tage in Erfurt.

    Zum Auftakt führte der Historiker Frank Lipschik, Bildungsreferent beim DGB-Bildungswerk Thüringen e. V., die Gruppe und mehrere Erfurter Gastgeberinnen durch die Stadt. Stationen waren Orte jüdischen Lebens und der nationalsozialistischen Verfolgung, an der sich auch Erfurter Bürger aktiv beteiligt hatten. Der Rundgang endete in der Großen Arche 17, dem früheren Sitz der sozialdemokratischen Zeitung „Tribüne“. Bis zu ihrem Verbot durch die Nazis war sie ein auflagenstarkes, oppositionelles Blatt.

    Am Folgetag stand die Gegenwart im Mittelpunkt: Ein Vortrag von Mobit im Filler beleuchtete die politische Lage in Thüringen und die Agitation von Rechtsextremisten innerhalb und außerhalb der AfD. Den Tag beschloss ein gemeinsamer Abend mit reich gedecktem Mitbring-Buffet. Vor ihrer Heimreise besuchten die Bremerhavenerinnen den Denkort Bücherverbrennung auf dem EGA-Gelände und nahmen an einer Führung teil.

    Mit vielen guten Eindrücken fuhr die Gruppe zurück nach Bremerhaven. Die Freundschaft zwischen beiden Gruppen ist noch enger geworden, auch durch die gemeinsame Überzeugung, dass man Angriffen von rechts nur zusammen entgegentreten kann.